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Los geht's

Sepsis

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Ein optisches Testverfahren bestimmt den Erreger einer Blutvergiftung innerhalb weniger Stunden und macht so eine wirkungsvollere Therapie möglich.
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Eine Sepsis, auch Blutvergiftung genannt, ist eine lebensbedrohliche Komplikation einer Infektion.
Sie kann durch Bakterien, aber auch durch Viren
oder Pilze ausgelöst werden.
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Eine Sepsis verläuft oft tödlich. Und auch nach einer erfolgreichen Behandlung können Spätschäden wie chronische Erschöpfung oder Schmerzen bleiben.
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Wird die Sepsis rechtzeitig erkannt, ist sie meist gut behandelbar. Der Behandlungserfolg hängt unter anderem davon ab, den Infektionserreger rasch zu identifizieren.
Herkömmliche Verfahren benötigen aber bis zu einen Tag, um zu einem Ergebnis zu kommen.
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Das könnte sich ändern: Ein interdisziplinäres Forschungsteam des Leibniz-Instituts für Photonische Technologien und des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Center for Sepsis Control (CSCC) hat ein neues Testverfahren entwickelt. 
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Das optische Testverfahren ermöglicht eine Zuordnung des Erregers und seiner Resistenzen innerhalb weniger Stunden. Das Verfahren funktioniert nach dem Prinzip der Raman-Spektroskopie: Mithilfe von Laserlicht gewinnen die Forschenden einen molekularen Fingerabdruck des Erregers, der mit künstlicher Intelligenz ausgewertet wird.
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"Die Herausforderung ist, die oft nur ein millionstel Meter kleinen bakteriellen Erreger direkt aus den komplexen Proben der Patientinnen und Patienten im Laserfokus zu fangen und zu charakterisieren."
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Prof. Dr. Ute Neugebauer, Leiterin der Core Unit Biophotonikk und der Forschungsabteilung Klinisch-Spektroskopische Diagnostik am Leibniz-IPHT.
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Die Forschenden entwickelten deshalb Chips, die ein Labor in Kleinstform darstellen. Einer der Chips fängt die Krankheitserreger durch elektrische Felder ein. Ein zweiter Chip arbeitet mit winzigen Trichtern, in denen die Bakterien durch Zentrifugieren gesammelt werden.
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Ein großes Forschungsteam arbeitet daran, das Testverfahren zu automatisieren und es gemeinsam mit Industriepartnern in ein kompaktes Diagnosegerät zu integrieren.
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So könnte der Schnelltest in Zukunft auch Patientinnen und Patienten an Orten, an denen keine Klinik oder ein Speziallabor in der Nähe ist, zu einer genaueren Behandlung verhelfen.
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Das Verfahren wird nun im Leibniz-Zentrum für Photonik in der Infektionsforschung (LPI Jena) weiterentwickelt und soll in eine breite Anwendung gebracht werden.
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Weitere Informationen:
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